Am Ende.

Was zählt am Ende

Am Ende zählt nicht wie cool du warst
Und wenn ‚cool‘ schon wieder uncool ist
Dann eben nicht wie viel Swag du hast
Wie oft du Yolo brüllst oder in Marken chillst.

Am Ende zählt wie viel du gelacht hast
So stark, dass dein Bauch sich verkrampft hat
Du geweint hast vor Lachen
Ohne dir dabei Gedanken zu machen.

Am Ende zählt nicht deine Follower-Anzahl
Und erst recht kein karrierter Zara-Schal
Diese Welt voller Konsum und immer mehr und noch mehr Tun
Um noch mehr zu erreichen, für ein bisschen mehr Ruhm.

Zu viel von allem und doch zu wenig
Zu viel vom Falschen, hundertprozentig.
Wir brauchen mehr wahre Liebe statt andauernd Missgunst
Mehr aufrichtige Ehrlichkeit statt immer diesen Lügen-Dunst.

Doch am Ende der Tage
Wenn ich mich selbst dann frage
Hast du gelebt, geliebt, gelacht?
Wird nicht an den Kontostand gedacht.

Sondern an die Stunden mit Lieben
Dann fragen wir uns ‚wo ist nur die Zeit geblieben‘?
Und wir wünschten wir hätten es mehr genossen,
Statt auf die nächste Beförderung zu hoffen.

Also liebt euch und lacht.
Küsst euch am Tag und in der Nacht.
Seid lieb zu euch selbst und zueinander.
Und seid stets da füreinander.

Zu schnell ist es vorbei
Dann beginnt die Traum-Malerei
Hätte, würde, könnte
Beschäftigt euch sonst noch Jahrzehnte.

Lebt im Jetzt und denkt nicht an Morgen
Verschwendet Gedanken nicht an unnötige Sorgen.
Genießt den Moment, saugt in tief auf
Es nimmt sowieso alles seinen eigenen Lauf.

7 Kommentare

  1. Brigitta Henseler

    Ein wunderbarer Text, der hoffentlich viele „Extremis“ zum Nachdenken bringt.

    Viel Sinnvolles von einem jungen Menschen. Das ist sooooo selten. Kompliment und weiter so.
    Gitti

  2. Sehr schöne und ware Zeilen. Sind es Zeilen die dich jetzt begleiten indem du sie lebst? Oder sind es Zeilen die du in der Gesellschaft siehst? Egal… Die Zeilen sind prima und regen an. Ich habe mich zurück gelehnt und darüber nachgedacht. Ich war in diesem Kreislauf ohne es zu merken. Jetzt bin ich auf dem Rückweg bei dem ich mich deutlich besser fühle. Das richtige kommt für mich jetzt aber oft fremd vor. Ich bleibe aber dran…. Das Leben ist eins der härtesten 😉

    • Ich sehe das Problem vor allem in unserer Gesellschaft – gerade in meiner Generation gibt es extrem konsumgesteuerte Wesen. Davon will ich mich nicht freisprechen, ich sehe es auch oft an mir, versuche aber gezielt in einer andere Richtung zu steuern 🙂

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